Einstiegsgehälter junger Ingenieure im Maschinenbau

Bachelor/Master/Dipl.-Ing

Eine der wichtigsten Fragen, mit der sich gerade auch Absolventen technischer Fachrichtungen auseinandersetzen, ist, inwieweit sich ein Berufseinstieg direkt nach dem Bachelor lohnt. Hierzu kann man sagen, dass vor allem größere und große Unternehmen sehr pragmatisch mit der Gehaltsfrage bei BA-Absolventen umgehen. Das Gehalt wird danach festgemacht, was ein Einsteiger im Einzelfall mitbringt und nicht allein daran festgelegt, welchen Abschluss jemand vorzuweisen hat. Deutliche Unterschiede allerdings gibt es hier immer noch bei der Bewertung je nach Unternehmensgröße. Das Diplom, gerade bei einem Absolventen einer technischen Fachrichtung, genießt weiterhin in allen Unternehmen einen hervorragenden Ruf. Master und Diplom gleichen sich bei Unternemen aller Größen hinweg an und werden nahezu gleichwertig vergütet, bei den Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern erhalten MA-Absolventen im Durchschnitt sogar mehr als 1.000 Euro mehr. Wer direkt mit einem Bachelor einsteigen möchte, muss mit etwas weniger Gehalt rechnen. Man darf allerdings nicht vergessen, dass Bachelorabsolventen zwei Jahre früher einsteigen. Wer sich ein Unternehmen sucht, in dem sich gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten, kann ja später immer noch weiterstudieren und einen Master ablegen. Nach zwei bis drei Jahren Berufstätigkeit weiß man eventuell auch viel genauer, in welche Richtung man sich entwickeln möchte, ob zum Beispiel in eine Fachlaufbahn oder eher in Richtung Management.

Einstiegsgehalt nach Funktionsbereich

Betrachtet man die Einstiegsgehälter nach Funktionsbereich, fällt sofort ins Auge, dass Trainees wesentlich schlechter entlohnt werden als Direkteinsteiger, vor allem, wenn man den Durchschnitt durch alle Unternehmensgrößen betrachtet. Bewerber sollten sich hier also genau anschauen, wie ein Traineeprogramm aufgebaut ist, ob dieses von einem großen Unternehmen angeboten wird oder von einem kleinen. Auch in großen, internationalen Firmen erhalten Trainees etwas weniger als Direkteinsteiger, hier liegt die Differenz allerdings bei 1.000 bis 2.000 Euro statt bei satten 5.000 bis 10.000 Euro in Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Hier hat man eher den Eindruck, dass Praktika einfach etwas anders benannt werden, wie dies oft in Verlagen oder Agenturen geschieht. Wer als Trainee bei einem Konzern startet, sollte die minimalen Gehaltseinbußen leicht verkraften können, vor allem, da ein Traineeprogrammin der Regel auf eine Führungslaufbahn vorbereitet und sich somit nach Ende des Programms ganz andere Möglichkeiten ergeben sollten.

(Textquelle: www.zukx.de 17. März 2010, Ute Blindert)