Ein digitaler Studentenausweis für Europa

Mögliche Funktionen der Karte könnten die Speicherung von Studienleistungen, Mensakarte, Semesterticket und Bibliotheksausweis sein.

 


Das von der  Europäischen Union (EU) geförderte Pilotprojekt einer „European Student Card“ (ESC) hat einen gemeinsamen, europäischen Studierendenausweis zum Ziel, der den Zugang zu so unterschiedlichen Leistungen wie Bezahlfunktionen in der Mensa, Ausleihe an Hochschulbibliotheken, perspektivisch die Nutzung des ÖPNV oder den digitalen Transfer von Studienleistungen innerhalb Europas ermöglichen soll.

Das Vorhaben wird von der EU mit 300.000 Euro gefördert. Federführend ist im Rahmen des Programms Erasmus+  der französische Studentenwerks-Verband Centre Nationale des Oeuvres Universitaires et Scholaires (CNOUS). Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist Kooperationspartner. Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des DSW, erläutert die Vorteile genauer: „Ein gemeinsamer, europäischer Studierendenausweis würde die Mobilität während des Studiums erleichtern und wäre für alle Beteiligten, Hochschulen, Studierende und Studentenwerke, im Zeitalter der Digitalisierung ein technischer Fortschritt. Damit wird auch ein Kernziel des Bologna-Prozesses unterstützt; ich halte das Vorhaben für eine große Chance, die Hochschulen und Studentenwerke gemeinsam ergreifen sollten.“

Um die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen zu erleichtern, sollen Studienleistungen und abgeschlossene Prüfungen auf der „European Student Card“ digital gespeichert werden. Weitere Anwendungsfelder können sowohl der Zugang und die Ausleihe in Bibliotheken und die Bezahlung in Einrichtungen der Hochschulgastronomie oder an Kopierern auf dem Campus sowie die Funktion des Semestertickets sein.  Zu diesem Zweck ist eine Online-Plattform eingerichtet worden, die den europäischen Hochschulen einen digitalen Nachweis des Studierendenstatus erlaubt. In einer Probephase soll die Karte zunächst an verschiedenen Standorten in Frankreich, Deutschland, Irland und Italien getestet werden, in Deutschland unter anderem beim Karlsruher Institut für Technologie und beim Studierendenwerk Karlsruhe.


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Studentenwerks